Abschlussarbeiten

Hier finden Sie aktuell in unseren Forschungsschwerpunkten zur Verfügung stehende Themen für Abschlussarbeiten (BSc, MSc):

BlueBee

Projekt: Blüten für Bienen

Blühflächen als Nist- und Überwinterungshabitat (Flowering strips as nesting site)
Viele Bienen- und Wespenarten sind Hohlraumbewohner und nutzen beispielsweise hohle Pflanzenstängel als Nistplatz. In dieser Arbeit soll erforscht werden, ob  eingesäte Blühflächen nicht nur als Nahrungsressource dienen, sondern auch Nist- und Überwinterungsplätze bereitstellen. Hierfür werden im Herbst potentielle Nistpflanzen geerntet und auf angelegte Nester untersucht.

Zeitraum: Herbst/ Winter 2017, Tätigkeiten: Freilandarbeit (Sammeln von Pflanzenmaterial und Kartierung), Laborarbeit (Identifizierung von Insekten), GIS, Statistik. (Umfang: Bachelor- oder Masterthesis), Kontakt: Uta Hoffmann (uhoffmann@ecology.uni-kiel.de)

Individuenfluss in der Landschaft
Neben Wildbienen gibt es noch weitere Insekten und Arthropoden, welche wichtige Ökosystemdienstleistungen in Agrarlandschaften bereitstellen. So können beispielsweise Spinnen, Marienkäfer und Laufkäfer dazu beitragen, die Schädlingsabundanz in agrarwirtschaftlichen Flächen zu verringern. Es soll nun herausgefunden werden, ob Blühflächen die Abundanz und Artenvielfalt und Ökosystemdienstleistungen dieser Nützlinge in angrenzenden agrarwirtschaftlich genutzten Flächen erhöhen können.
Zeitraum: Frühjahr/Sommer 2018 Tätigkeiten: Freilandarbeit, Laborarbeit (Arthropodenbestimmung). Umfang: Bachelorarbeiten. Kontakt: John Herrmann (jherrmann@ecology.uni-kiel.de)

Förderung biologischer Schädlingsbekämpfung durch Blühflächen in benachbarten Getreidefeldern
Bisher lag der Fokus von Untersuchungen zur Funktionalität angesähter Blühflächen auf der Förderung von Bestäubern wie Wildbienen und Hummeln. Wenig ist hingegen bekannt über die Funktion dieser Flächen als Quelle biologischer Schädlingsbekämpfer wie prädatorischen Käfern, Florfliegen usw.. In diesem Versuch sollen Getreideschädlinge (u.a. Getreide Blattkäfer Oulema spec.) und deren natürliche Feinde in Blühflächen, sowie in benachbarten Getreidefeldern quantifiziert werden im Hinblick auf Unterschiede in Landschaftsebene (Landnutzungsintensität), sowie lokaler Ebene (Pflanzenartenreichtum der Blühflächen, naturnahe Strukturen).
Zeitraum: Frühjahr 2018, Tätigkeit: Freilandarbeit (Ausbringen, Kontrolle und Abbauen von Bodenfallen, sowie Kescherfänge entlang von Transekten), Labortätigkeit (Identifizierung von Insekten); GIS; Statistik. (Umfang: Bachelor- oder Masterthesis), Kontakt: Uta Hoffmann (uhoffmann@ecology.uni-kiel.de)

Honigbienen und Jakobs-Kreuzkraut Senecio jacobea
Das derzeitige Populationswachstum von Jakobs-Kreuzkraut Beständen besonders in Extensiv-Grünländern ist besonders für Imker ein Problem; die in den Pflanzen enthaltenen Pyrrolizidin Alkaloide können über den gesammelten Nektar dieser Pflanze bis in den Honig gelangen, welcher dann nicht mehr verkauft werden kann.
Die Schaffung von artenreichen Grünländern mit alternativen Trachtpflanzen (Ansaat und Mahdgutübertragung), soll die Honigbienen vom Jakobs-Kreuzkraut ablenken. In einer Bachelor- oder Masterarbeit soll herausgefunden werden, in wie weit die alternativen Trachtpflanzen eine ablenkende Wirkung erzielen können. Hierzu werden die Blütenbesuche von Honigbienen und anderen Bestäubern auf Versuchsflächen mit Wildblumen und Jakobs-Kreuzkraut erfasst.
Zeitraum: Sommer 2018, Tätigkeit: Freilandarbeit (Beobachtung und Zählung von Blütenbesuchern, Entnahme von Pollenproben, Mitarbeit in der Anlage der Vesuchsflächen), Laborarbeit (Identifizierung von Blütenbesuchern, evtl. nach Einarbeitung Pollenanalyse); Statistik. Umfang: Bachelor- oder Masterthesis. Kontakt: Uta Hoffmann (uhoffmann@ecology.uni-kiel.de).
 

Gerne können auch eigene Ideen für Abschlussarbeiten eingebracht werden zu den Themen: Wildbienen/ Bestäuber in der Agrarlandschaft, Bestäubung und andere Ökosystemdienstleistungen, Blühflächen als Naturschutzmaßnahme.

JKK - Jakobs-Kreuzkraut

Bei Interesse an den Themen zu Jakobs-Kreuzkraut wenden Sie sich bitte an Henrike Möhler, PD Tobias W. Donath, Dr. John Herrmann oder Prof. Dr. Tim Diekötter.

Weitere Informationen zum JKK-Projekt finden sie hier.

Zusammenhang zwischen Veränderungen der Landschaft und Massenauftreten von Senecio jacobaea

Senecio jacobaea ist eine heimische Pflanze und tritt seit einigen Jahren in Massenbeständen in Schleswig-Holstein auf. Welche Faktoren auf Landschaftsebene und auf Ebene der Flächen korrelieren mit dem starken Auftreten von S. jacobaea? Untersucht wird dies durch eine Luftbild-gestützte Analyse der Veränderung von Landschaftsstrukturen und deren Korrelation mit dem Auftreten von S. jacobaea.
Tätigkeiten: Recherchen zur Landschaftshistorie, GIS, Statistik. (Umfang: Masterthesis)

 

Einfluss von Mahd auf Keimfähigkeit

Senecio jacobaea ist in den letzten Jahren eine immer häufiger auftretende Blütenpflanze. Da sie giftige Alkaloide enthält soll ihr Wachstum reguliert werden. Dazu werden die Pflanzen gemäht. Aber schadet das ihrer Reproduktionsfähigkeit? Um dies zu untersuchen sollen an verschiedenen Standorten in ganz Schleswig-Holstein ab dem Öffnen der ersten Knospen wöchentlich einmal Proben von Pflanzen aus dem ersten und zweiten Aufwuchs entnommen, getrocknet und auf ihre Keimfähigkeit hin überprüft werden.
Zeitraum: Sommer 2018, Tätigkeiten: Freilandarbeit (Probenentnahme), Laborarbeit (Keimungstest), Statistik. (Umfang: Masterthesis)

 

Einfluss von Mulchtiefe auf den Wiederaustrieb

Jakobs-Kreuzkraut wird an vielen Orten gemäht, um es zu schädigen. Oft treibt die Pflanze nach der Mahd aber wieder aus. Was für einen Einfluss hat dabei die Tiefe des Schnittes auf die Wahrscheinlichkeit eines Wiederaustriebs? Um dies zu untersuchen sollen an verschiedenen Standorten in ganz Schleswig-Holstein Pflanzen in verschiedenen Höhen beschnitten und ihr Wiederaustrieb beobachtet werden. Zudem könnte man die Keimfähigkeit der Samen aus dem zweiten Aufwuchs in Aghängigkeit von der Mulchtiefe untersuchen.
Zeitraum: Sommer 2018, Tätigkeiten: Freilandarbeit (Probenentnahme), Laborarbeit (Keimungstest), Statistik. (Umfang: Masterthesis)

 

Wiederaustrieb aus der Wurzel

Jakobs-Kreuzkraut wird nicht nur an vielen Orten gemäht, sondern z. t. auch umgepflügt. Manchmal ist auf den gepflügten Flächen aber noch blühendes Kreuzkraut zu finden. Könnte es aus dem Wurzelstock ausgetrieben sein? Um diese Frage zu beantworten, werden Wurzelstöcke verschiedener Länge entnommen, in Töpfe gepflanzt und ihre Entwicklung dokumentiert.
Zeitraum: Sommer 2018, Tätigkeiten: Freilandarbeit (Probenentnahme), Statistik. (Umfang: Bachelorthesis)

 

Nährstoffversorgung, Konkurrenz und Massenauftreten von Senecio jacobaea

Hängt das Massenauftreten von S. jacobaea mit einer verbesserten Nährstoffversorgung der Böden zusammen? Welche Rolle spielt dabei die Konkurrenz durch andere Grünlandarten? Um dies zu untersuchen werden Topfexperimente mit verschiedenen Substraten (Sand, Lehm) durchgeführt in dem die Entwicklung von S. jacobaea unter verschiedenen Düngungsvarianten und Konkurrenzstärken durch andere Grünlandarten erfasst wird. Besonderes Augenmerk soll dabei auf der Phosphorversorgung liegen.
Zeitraum: Sommer 2018, Tätigkeiten: Freilandarbeit (Topfexperimente), Statistik. (Umfang: Bachelor- oder Masterthesis)

 

Botanische Diversität und Massenauftreten von Senecio jacobaea
Unterscheiden sich Flächen auf denen S. jacobaea massenhaft vorkommt, in der botanischen Diversität von Flächen ohne Massenvorkommen? Jakobs-Kreuzkraut ist vor allem auf Extensiv-Weiden, die potentiell botanisch wertvoll sind eine sehr wüchsige Pflanze. Kann sie das Lichtregime in Bodennähe so beinflussen, dass sich die Vegetationsstruktur verändert? Analysiert wird dies durch Vegetationsaufnahmen auf Flächen in denen S. jacobaea in Massen auftritt bzw. in standörtlich ähnlichen Flächen in denen es fehlt.
Zeitraum: Frühjahr/Sommer 2018, Tätigkeiten: Freilandarbeit (Vegetationsaufnahmen), GIS, Statistik. (Umfang: Masterthesis)

 

 

ROM - Grasland in Transsilvanien

Bei Interesse an den Themen zur Einwanderung von Gehölzarten in Magerrasen in Transsilvanien wenden Sie sich bitte an , oder

If you are interested in topics related to the invasion of woody species in Transylvanian grasslands, please contact , or

Weitere Informationen zum TransGrass-Projekt finden Sie hier

Please click here for further information about the project

Einflüsse torffreier Substratmischungen auf die Keimung und das Wachstum von Grünlandarten im Rahmen pflanzenökologischer Experimente
Impacts of peatless substrate mixtures on germination and plant growth of grassland species in the scope of botanical experiments
Der Einsatz von torfbasierten Substratgemischen im Rahmen von Experimenten mit Pflanzen gehört trotz der schlechten CO2-Bilanz von Gartentorf immer noch zur gängigen Praxis an Universitäten und in außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Um langfristig den Gebrauch von Torf und die hiermit einhergehenden hohen CO2-Emissionen in öffentlichen Einrichtungen zu reduzieren, soll das Ziel dieser Abschlussarbeit die Ermittlung von torffreien Substrat-Alternativen für die zukünftige Anwendung bei Pflanzenexperimenten sein. Um mögliche Qualitätsunterschiede zwischen torfhaltigen und torffreien Substraten zu untersuchen, soll zunächst die Keimfähigkeit verschiedener (kurzlebiger) Grünlandarten in den verschiedenen Substraten verglichen werden. Anschließend werden die Keimlinge in ein einheitliches Substrat umgesetzt und anhand verschiedener Parameter (z.B. Größe, Vitalität, Chlorophyllgehalt, Samenproduktion etc.) auf Unterschiede in ihrer Entwicklung hin untersucht.
Zeitraum: ab sofort, Tätigkeiten: Stratifizieren und Aussähen der Samen, Untersuchung des Keimungs- und Wachstumsverlaufs der Pflanzen sowie die statistische Auswertung der Daten, Umfang: Bachelor- oder Masterarbeit

GIS-basierte Analyse der Landnutzung und des Landnutzungswandels im Transsilvanischen Becken
GIS-based analysis of land use and land use change in the Transylvanian Basin
Die Aufgabe der traditionellen Landnutzung  im Transsilvanischen Becken (v.a. Mahd und Weidewirtschaft) führt zur Etablierung von heimischen und invasiven Gehölzen in den artenreichen Magerrasen-Beständen. Um der Verbuschung entgegen zu wirken, wird zunehmend Feuer als Management-Maßnahme eingesetzt. Da bisher nur in geringem Umfang aktuelle Informationen über das Ausmaß von Nutzungsaufgabe, Verbuschung und Feuermanagement in diesem Gebiet zur Verfügung stehen, soll das Ziel der Arbeit die räumliche und quantitative Erfassung von aktueller Landnutzung, Verbuschung und rezenten Feuerereignissen sowie des Landnutzungswandels vergangener Jahrzehnte sein.
Zeitraum: ab sofort, Tätigkeiten: Literatur- und (Geo-)Datenrecherche zu Landnutzung und Landnutzungswandel in Transsilvanien, räumliche und quantitative Erfassung des Landnutzungswandels der vergangenen Jahrzehnte im Transsilvanischen Becken anhand von frei verfügbaren Geodaten sowie deren kartographische Darstellung, Voraussetzungen: Erfahrungen in der digitalen Bildverarbeitung und im Umgang mit GIS-Programmen, Umfang: Bachelor- oder Masterarbeit

Dendroökologische Untersuchungen an heimischen und invasiven Gehölzarten in Transsilvanien
Dendroecological studies on native and invasive woody species in Transylvania
Die Vermessung von Jahrringen liefert Informationen über das Alter von Gehölzen, woraus man für jeden untersuchten Standort den Beginn der Verbuschung des jeweiligen Graslandbestandes ableiten kann. Neben der Altersbestimmung der Gehölze wird das Ziel der Arbeit sein, heimische und invasive Gehölzarten im Bezug auf ihre Reaktion auf verschiedene Klimafaktoren hin zu vergleichen.
Zeitraum: ab Mai 2016, Tätigkeiten: Entnahme von Holzbohrkernen und Baumscheiben, Aufbereitung der Proben, Vermessung von Jahrringen und statistische Auswertung der Daten (Korrelationen von Jahrringbreiten und Klima/-Bodenfaktoren), Voraussetzungen: Interesse an forstwissenschaftlichen und dendroökologischen Fragestellungen, ggf. Bereitschaft zur Arbeit in dendroökologischen Labors in anderen deutschen Städten und evtl. zur Durchführung mehrwöchiger Feldarbeiten in Rumänien, Erfahrungen im Umgang mit den Programmen CooRecorder, CDendro und Dendroclim sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung, Umfang: Bachelor- oder Masterarbeit

Einflüsse von Verbuschung auf die Böden von Magerrasen-Beständen
Effects of shrub encroachment on dry basiphilous grassland soils
Welchen Einfluss hat die Verbuschung von Magerrasen in Transsilvanien auf die lokalen Bodenbedingungen? Die Analyse von Bodenproben soll zeigen, ob und inwiefern sich die Böden im Bezug auf verschiedene Bodenparameter (z..B. pH-Wert, Carbonatgehalt, Humusgehalt, Korngrößenfraktionen, Nährstoffverfügbarkeit) zwischen verbuschten und unverbuschten Grasländern bzw. in unterschiedlichen Stadien der Gehölzetablierung voneinander unterscheiden.
Zeitraum: ab August 2016, Tätigkeiten: Aufbereitung von Bodenproben, Labormessungen, statistische Auswertung und Interpretation der Analyseergebnisse, Voraussetzungen: Grundkenntnisse in den Gebieten Bodenkunde, Ökologie und Statistik, Laborerfahrung von Vorteil, Umfang: Bachelorarbeit

Populationsökologie und Phylogenetik heimischer und invasiver Gehölzarten
Population ecology and phylogenetics of native and invasive woody species
Die Ausbreitung invasiver Gehölze wie z..B. der Schmalblättrigen Ölweide (Elaeagnus angustifolia), des Götterbaums (Ailanthus altissima), des Eschen-Ahorns (Acer negundo), der Robinie (Robinia pseudoacacia) und des Sanddorns (Hippophae rhamnoides) in Rumänien stellt zunehmend eine Bedrohung für die lokale Flora und insbesondere die artenreichen und streng geschützten Grasländer Transsilvaniens dar. Ziel der Arbeit ist die Untersuchung funktioneller und phylogenetischer Merkmale dieser invasiven Arten, um daraus deren Ausbreitungswege abzuleiten sowie die Adaptionsfähigkeit verschiedener Populationen an lokale Umweltbedingungen miteinander zu vergleichen. Diese Daten sollen als Basis für die Entwicklung von Management-Plänen zur Bekämpfung der invasiven Arten dienen.
Zeitraum: ab August 2016, Tätigkeiten: Laboruntersuchungen zur Populationsökologie und Phylogenetik invasiver Gehölzarten, molekulargenetische Analysen, Untersuchung funktioneller Merkmale der Pflanzen, Voraussetzungen: Laborerfahrung, Kenntnisse in der Anwendung molekulargenetischer Methoden, Umfang: Masterarbeit

Effekte von Allelopathie auf die Keimfähigkeit und Keimlingsetablierung krautiger und grasartiger Magerrasen-Arten
Effects of allelopathy on seed germination and seedling establishment of herbaceous and gramineous dry basiphilous grassland species

Einige invasive Pflanzenarten sondern u.a. über ihre Streu chemische Substanzen ab, welche die  Samenkeimung bei Konkurrenten behindern. Diesen Prozess bezeichnet man als Allelopathie. Unterbinden invasive Gehölzarten in Transsilvanischen Grasländern die Keimung der Samen von grasartigen und krautigen Konkurrenten stärker als Native? Und welchen Effekt hat Feuer dabei? Im ersten Schritt der Arbeit werden Lösungen aus verbrannter und unverbrannter Streu verschiedener heimischer und invasiver Gehölzarten hergestellt. Im zweiten Teil soll dann durch Keimungsexperimente in Klimaschränken getestet werden, ob die hergestellten Lösungen die Samenkeimung von ausgewählten Gräsern und Kräutern behindern oder unterbinden.
Zeitraum: ab September 2016, Tätigkeiten: Durchführung und Überwachung der Keimungsexperimente, Zählen von Keimlingen, statistische Auswertung der Daten, Umfang: Bachelor- oder Masterarbeit









 

 

 

Perdixarthrix

Rebhuhn (Perdix perdix) in Schleswig-Holstein: Auswirkungen des Wildpflanzenanbaus auf Arthropoden und deren ökologische Funktion

Der Verlust natürlicher und naturnaher Landschaftselemente in modernen Agrarlandschaften führte nicht nur zum Rückgang vieler Bodenbrüter, sondern auch von Arthropoden und den damit verbundenen Ökosystemdienstleistungen. Zudem befürchten Landwirte durch die Anlegung von neuen Wildpflanzenflächen Ertragsverluste und erhöhte Fraßschäden durch Schädlinge. Zu diesem Hintergrund werden in diesem Projekt relevante Arthropodengruppen auf Wildpflanzenflächen in Schleswig-Holstein erfasst und ausgewertet um folgende Ziele zu erreichen:

  • Einfluss der Aussaat von Wildpflanzenflächen auf die Arthropodendiversität als Nahrungsressource für Bodenbrüter
  • Naturschutzfachliche Bewertung des Einflusses von Wildpflanzenflächen auf gefährdete Arthropoden
  • Ökologisch optimierte Standortwahl der Wildpflanzenflächen zur Förderung von Ökosystemdienstleistungen

 

Generell können in diesem Projekt ganzjährig Abschlussarbeiten vergeben werden. Die nachfolgenden Themen sind als Vorschläge zu verstehen und können individuell angepasst werden.

Arthopoden: In 10 Landschaften mit Blühflächen wurden mit Hilfe von Bodenfallen und Gelbschalen Arthropoden aufgenommen. Die Kandidaten können sich in bestimmte Tierguppen (z. B. Spinnen, Wildbienen, Blattwespen)  einarbeiten und diese anhand eines Landschaftskontextes und ihren ökologischen Dienstleistungen auswerten. (ganzjährig)

Phytophagie: Zusätzlich zum oberen Thema wurden Arthopoden mit dem Insektensauger aufgenommen. Hier sollen ausschließlich phytophage (pflanzenfressende) Arthropoden untersucht werden die direkt auf den Blühflächen zu finden sind. (ganzjährig)

Nistfallen: In 12 Landschaften mit Blühflächen wurden Nistfallen aufgestellt. Die schlüpfenden Wildbienen und Wespen warten auf ihre Bestimmung. (Frühjahr 2018)

Dung: In diesem Projekt sollen Dungproben in 10 Landschaften ausgebracht werden. Ziel ist es herauszufinden, in welchen Landschaften diese schneller umgesetzt werden und wie sich die coprophagen Gemeinschaften unterscheiden. (Sommer 2018)

Vegetation: Zusätzlich können bei Interesse auch vegetationsökologische Projekte auf den Blühflächen vergeben werden. (Sommer 2018)

Rebhuhn: Zusätzlich können bei Interesse auch Projekte vergeben die alle Projekte verbinden und sich direkt mit dem Rebhuhn beschäftigen. (ganzjährig)

Die Tätigkeiten richten sich nach den jeweiligen Projekten, beinhalten aber überwiegend Feldarbeit, Landschaftskartierung, GIS, Präparation und Bestimmung von Insekten und Statistik.

Kontakt: Hannes Hoffmann (h.hoffmann@ecology.uni-kiel.de)