Abschlussarbeiten

Hier finden Sie aktuell in unseren Forschungsschwerpunkten zur Verfügung stehende Themen für Abschlussarbeiten (BSc, MSc):

BlueBee

Projekt: Blüten für Bienen

Individuenfluss in der Landschaft

Neben Wildbienen gibt es noch weitere Insekten und Arthropoden, welche wichtige Ökosystemdienstleistungen in Agrarlandschaften bereitstellen. So können beispielsweise Spinnen, Marienkäfer und Laufkäfer dazu beitragen, die Schädlingsabundanz in agrarwirtschaftlichen Flächen zu verringern. Es soll nun herausgefunden werden, ob Blühflächen die Abundanz und Artenvielfalt und Ökosystemdienstleistungen dieser Nützlinge in angrenzenden agrarwirtschaftlich genutzten Flächen erhöhen können.
Zeitraum: Frühjahr/Sommer 2017 Tätigkeiten: Freilandarbeit, Laborarbeit (Arthropodenbestimmung). Umfang: Bachelorarbeiten. Kontakt: John Herrmann (jherrmann@ecology.uni-kiel.de)

Blühfläche als Nisthabitat
Viele Bienen- und Wespenarten sind Hohlraumbewohner und nutzen beispielsweise hohle Pflanzenstängel als Nistplatz. In dieser Arbeit soll erforscht werden, ob  eingesäte Blühflächen nicht nur als Nahrungsressource dienen, sondern auch diesen Arten als Nist- und Überwinterungsplätze dienen. Hierfür werden im Spätsommer oder Herbst potentielle Nistpflanzen geerntet und auf angelegte Nester untersucht.

Zeitraum: Spätsommer/ Herbst 2017, Tätigkeit: Freilandarbeit (Ausbringen, Kontrolle und Abbauen der aufgestellten Fallen), Laborarbeit (Identifizierung von Insekten), GIS, Statistik. (Umfang: Bachelor- oder Masterthesis), Kontakt: Uta Hoffmann (uhoffmann@ecology.uni-kiel.de)

Förderung biologischer Schädlingsbekämpfung durch Blühflächen in benachbarten Getreidefeldern
Bisher lag der Fokus von Untersuchungen zur Funktionalität angesähter Blühflächen auf der Förderung von Bestäubern wie Wildbienen und Hummeln. Wenig ist hingegen bekannt über die Funktion dieser Flächen als Quelle biologischer Schädlingsbekämpfer wie prädatorischen Käfern, Florfliegen usw.. In diesem Versuch sollen Getreideschädlinge (u.a. Getreide Blattkäfer Oulema spec.) und deren natürliche Feinde in Blühflächen, sowie in benachbarten Getreidefeldern quantifiziert werden im Hinblick auf Unterschiede in Landschaftsebene (Landnutzungsintensität), sowie lokaler Ebene (Pflanzenartenreichtum der Blühflächen, naturnahe Strukturen).
Zeitraum: Frühjahr 2017, Tätigkeit: Freilandarbeit (Ausbringen, Kontrolle und Abbauen von Bodenfallen, sowie Kescherfänge entlang von Transekten), Labortätigkeit (Identifizierung von Insekten); GIS; Statistik. (Umfang: Bachelor- oder Masterthesis), Kontakt: Uta Hoffmann (uhoffmann@ecology.uni-kiel.de)

JKK - Jakobs-Kreuzkraut

Bei Interesse an den Themen zu Jakobs-Kreuzkraut wenden Sie sich bitte an Henrike Möhler, PD Tobias W. Donath, Dr. John Herrmann oder Prof. Dr. Tim Diekötter.

Weitere Informationen zum JKK-Projekt finden sie hier.

Zusammenhang zwischen Veränderungen der Landschaft und Massenauftreten von Senecio jacobaea

Senecio jacobaea ist eine heimische Pflanze und tritt seit einigen Jahren in Massenbeständen in Schleswig-Holstein auf. Welche Faktoren auf Landschaftsebene und auf Ebene der Flächen korrelieren mit dem starken Auftreten von S. jacobaea? Untersucht wird dies durch eine Luftbild-gestützte Analyse der Veränderung von Landschaftsstrukturen und deren Korrelation mit dem Auftreten von S. jacobaea.
Tätigkeiten: Recherchen zur Landschaftshistorie, GIS, Statistik. (Umfang: Masterthesis)

 

Einfluss von Mahd auf Keimfähigkeit

Senecio jacobaea ist in den letzten Jahren eine immer häufiger auftretende Blütenpflanze. Da sie giftige Alkaloide enthält soll ihr Wachstum reguliert werden. Dazu werden die Pflanzen gemäht. Aber schadet das ihrer Reproduktionsfähigkeit? Um dies zu untersuchen sollen an verschiedenen Standorten in ganz Schleswig-Holstein ab dem Öffnen der ersten Knospen wöchentlich einmal Proben von Pflanzen aus dem ersten und zweiten Aufwuchs entnommen, getrocknet und auf ihre Keimfähigkeit hin überprüft werden.
Zeitraum: Sommer 2017, Tätigkeiten: Freilandarbeit (Probenentnahme), Laborarbeit (Keimungstest), Statistik. (Umfang: Masterthesis)

 

Einfluss von Mulchtiefe auf den Wiederaustrieb

Jakobs-Kreuzkraut wird an vielen Orten gemäht, um es zu schädigen. Oft treibt die Pflanze nach der Mahd aber wieder aus. Was für einen Einfluss hat dabei die Tiefe des Schnittes auf die Wahrscheinlichkeit eines Wiederaustriebs? Um dies zu untersuchen sollen an verschiedenen Standorten in ganz Schleswig-Holstein Pflanzen in verschiedenen Höhen beschnitten und ihr Wiederaustrieb beobachtet werden. Zudem könnte man die Keimfähigkeit der Samen aus dem zweiten Aufwuchs in Aghängigkeit von der Mulchtiefe untersuchen.
Zeitraum: Sommer 2017, Tätigkeiten: Freilandarbeit (Probenentnahme), Laborarbeit (Keimungstest), Statistik. (Umfang: Masterthesis)

 

Wiederaustrieb aus der Wurzel

Jakobs-Kreuzkraut wird nicht nur an vielen Orten gemäht, sondern z. t. auch umgepflügt. Manchmal ist auf den gepflügten Flächen aber noch blühendes Kreuzkraut zu finden. Könnte es aus dem Wurzelstock ausgetrieben sein? Um diese Frage zu beantworten, werden Wurzelstöcke verschiedener Länge entnommen, in Töpfe gepflanzt und ihre Entwicklung dokumentiert.
Zeitraum: Sommer 2017, Tätigkeiten: Freilandarbeit (Probenentnahme), Statistik. (Umfang: Bachelorthesis)

 

Nährstoffversorgung, Konkurrenz und Massenauftreten von Senecio jacobaea

Hängt das Massenauftreten von S. jacobaea mit einer verbesserten Nährstoffversorgung der Böden zusammen? Welche Rolle spielt dabei die Konkurrenz durch andere Grünlandarten? Um dies zu untersuchen werden Topfexperimente mit verschiedenen Substraten (Sand, Lehm) durchgeführt in dem die Entwicklung von S. jacobaea unter verschiedenen Düngungsvarianten und Konkurrenzstärken durch andere Grünlandarten erfasst wird. Besonderes Augenmerk soll dabei auf der Phosphorversorgung liegen.
Zeitraum: Sommer 2016, Tätigkeiten: Freilandarbeit (Topfexperimente), Statistik. (Umfang: Bachelor- oder Masterthesis)

 

Regionale Fitnessunterschiede von Senecio jacobaea
Verhalten sich Populationen von Senecio jacobaea in Süden und Norden Deutschlands verschieden? S. jacobaea tritt vor allem im Norden Deutschlands massenhaft auf, während in Süddeutschland eher S. aquaticus eine enorme Ausbreitung erfährt, welches in Schleswig-Holstein auf der Roten Liste steht. Wie kommt es, dass die beiden nah verwandten Arten gleichzeitig expandieren, aber an verschiedenen Orten? Um diese Frage zu klären, sollen zunächst Topfexperimente in Süd- und Norddeutschland durchgeführt und verschiedene Fitnessparameter der Pflanzen erfasst werden.
Zeitraum: Frühjahr/Sommer 2016, Tätigkeiten: Freilandarbeit (Topfexperimente), Statistik. (Umfang: Bachelor- oder Masterthesis)

 

Botanische Diversität und Massenauftreten von Senecio jacobaea
Unterscheiden sich Flächen auf denen S. jacobaea massenhaft vorkommt, in der botanischen Diversität von Flächen ohne Massenvorkommen? Jakobs-Kreuzkraut ist vor allem auf Extensiv-Weiden, die potentiell botanisch wertvoll sind eine sehr wüchsige Pflanze. Kann sie das Lichtregime in Bodennähe so beinflussen, dass sich die Vegetationsstruktur verändert? Analysiert wird dies durch Vegetationsaufnahmen auf Flächen in denen S. jacobaea in Massen auftritt bzw. in standörtlich ähnlichen Flächen in denen es fehlt.
Zeitraum: Frühjahr/Sommer 2017, Tätigkeiten: Freilandarbeit (Vegetationsaufnahmen), GIS, Statistik. (Umfang: Masterthesis)

 

 

ROM - Grasland in Transsilvanien

Bei Interesse an den Themen zur Einwanderung von Gehölzarten in Magerrasen in Transsilvanien wenden Sie sich bitte an , oder

If you are interested in topics related to the invasion of woody species in Transylvanian grasslands, please contact , or

Weitere Informationen zum TransGrass-Projekt finden Sie hier

Please click here for further information about the project

Einflüsse torffreier Substratmischungen auf die Keimung und das Wachstum von Grünlandarten im Rahmen pflanzenökologischer Experimente
Impacts of peatless substrate mixtures on germination and plant growth of grassland species in the scope of botanical experiments
Der Einsatz von torfbasierten Substratgemischen im Rahmen von Experimenten mit Pflanzen gehört trotz der schlechten CO2-Bilanz von Gartentorf immer noch zur gängigen Praxis an Universitäten und in außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Um langfristig den Gebrauch von Torf und die hiermit einhergehenden hohen CO2-Emissionen in öffentlichen Einrichtungen zu reduzieren, soll das Ziel dieser Abschlussarbeit die Ermittlung von torffreien Substrat-Alternativen für die zukünftige Anwendung bei Pflanzenexperimenten sein. Um mögliche Qualitätsunterschiede zwischen torfhaltigen und torffreien Substraten zu untersuchen, soll zunächst die Keimfähigkeit verschiedener (kurzlebiger) Grünlandarten in den verschiedenen Substraten verglichen werden. Anschließend werden die Keimlinge in ein einheitliches Substrat umgesetzt und anhand verschiedener Parameter (z.B. Größe, Vitalität, Chlorophyllgehalt, Samenproduktion etc.) auf Unterschiede in ihrer Entwicklung hin untersucht.
Zeitraum: ab sofort, Tätigkeiten: Stratifizieren und Aussähen der Samen, Untersuchung des Keimungs- und Wachstumsverlaufs der Pflanzen sowie die statistische Auswertung der Daten, Umfang: Bachelor- oder Masterarbeit

GIS-basierte Analyse der Landnutzung und des Landnutzungswandels im Transsilvanischen Becken
GIS-based analysis of land use and land use change in the Transylvanian Basin
Die Aufgabe der traditionellen Landnutzung  im Transsilvanischen Becken (v.a. Mahd und Weidewirtschaft) führt zur Etablierung von heimischen und invasiven Gehölzen in den artenreichen Magerrasen-Beständen. Um der Verbuschung entgegen zu wirken, wird zunehmend Feuer als Management-Maßnahme eingesetzt. Da bisher nur in geringem Umfang aktuelle Informationen über das Ausmaß von Nutzungsaufgabe, Verbuschung und Feuermanagement in diesem Gebiet zur Verfügung stehen, soll das Ziel der Arbeit die räumliche und quantitative Erfassung von aktueller Landnutzung, Verbuschung und rezenten Feuerereignissen sowie des Landnutzungswandels vergangener Jahrzehnte sein.
Zeitraum: ab sofort, Tätigkeiten: Literatur- und (Geo-)Datenrecherche zu Landnutzung und Landnutzungswandel in Transsilvanien, räumliche und quantitative Erfassung des Landnutzungswandels der vergangenen Jahrzehnte im Transsilvanischen Becken anhand von frei verfügbaren Geodaten sowie deren kartographische Darstellung, Voraussetzungen: Erfahrungen in der digitalen Bildverarbeitung und im Umgang mit GIS-Programmen, Umfang: Bachelor- oder Masterarbeit

Dendroökologische Untersuchungen an heimischen und invasiven Gehölzarten in Transsilvanien
Dendroecological studies on native and invasive woody species in Transylvania
Die Vermessung von Jahrringen liefert Informationen über das Alter von Gehölzen, woraus man für jeden untersuchten Standort den Beginn der Verbuschung des jeweiligen Graslandbestandes ableiten kann. Neben der Altersbestimmung der Gehölze wird das Ziel der Arbeit sein, heimische und invasive Gehölzarten im Bezug auf ihre Reaktion auf verschiedene Klimafaktoren hin zu vergleichen.
Zeitraum: ab Mai 2016, Tätigkeiten: Entnahme von Holzbohrkernen und Baumscheiben, Aufbereitung der Proben, Vermessung von Jahrringen und statistische Auswertung der Daten (Korrelationen von Jahrringbreiten und Klima/-Bodenfaktoren), Voraussetzungen: Interesse an forstwissenschaftlichen und dendroökologischen Fragestellungen, ggf. Bereitschaft zur Arbeit in dendroökologischen Labors in anderen deutschen Städten und evtl. zur Durchführung mehrwöchiger Feldarbeiten in Rumänien, Erfahrungen im Umgang mit den Programmen CooRecorder, CDendro und Dendroclim sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung, Umfang: Bachelor- oder Masterarbeit

Einflüsse von Verbuschung auf die Böden von Magerrasen-Beständen
Effects of shrub encroachment on dry basiphilous grassland soils
Welchen Einfluss hat die Verbuschung von Magerrasen in Transsilvanien auf die lokalen Bodenbedingungen? Die Analyse von Bodenproben soll zeigen, ob und inwiefern sich die Böden im Bezug auf verschiedene Bodenparameter (z..B. pH-Wert, Carbonatgehalt, Humusgehalt, Korngrößenfraktionen, Nährstoffverfügbarkeit) zwischen verbuschten und unverbuschten Grasländern bzw. in unterschiedlichen Stadien der Gehölzetablierung voneinander unterscheiden.
Zeitraum: ab August 2016, Tätigkeiten: Aufbereitung von Bodenproben, Labormessungen, statistische Auswertung und Interpretation der Analyseergebnisse, Voraussetzungen: Grundkenntnisse in den Gebieten Bodenkunde, Ökologie und Statistik, Laborerfahrung von Vorteil, Umfang: Bachelorarbeit

Populationsökologie und Phylogenetik heimischer und invasiver Gehölzarten
Population ecology and phylogenetics of native and invasive woody species
Die Ausbreitung invasiver Gehölze wie z..B. der Schmalblättrigen Ölweide (Elaeagnus angustifolia), des Götterbaums (Ailanthus altissima), des Eschen-Ahorns (Acer negundo), der Robinie (Robinia pseudoacacia) und des Sanddorns (Hippophae rhamnoides) in Rumänien stellt zunehmend eine Bedrohung für die lokale Flora und insbesondere die artenreichen und streng geschützten Grasländer Transsilvaniens dar. Ziel der Arbeit ist die Untersuchung funktioneller und phylogenetischer Merkmale dieser invasiven Arten, um daraus deren Ausbreitungswege abzuleiten sowie die Adaptionsfähigkeit verschiedener Populationen an lokale Umweltbedingungen miteinander zu vergleichen. Diese Daten sollen als Basis für die Entwicklung von Management-Plänen zur Bekämpfung der invasiven Arten dienen.
Zeitraum: ab August 2016, Tätigkeiten: Laboruntersuchungen zur Populationsökologie und Phylogenetik invasiver Gehölzarten, molekulargenetische Analysen, Untersuchung funktioneller Merkmale der Pflanzen, Voraussetzungen: Laborerfahrung, Kenntnisse in der Anwendung molekulargenetischer Methoden, Umfang: Masterarbeit

Effekte von Allelopathie auf die Keimfähigkeit und Keimlingsetablierung krautiger und grasartiger Magerrasen-Arten
Effects of allelopathy on seed germination and seedling establishment of herbaceous and gramineous dry basiphilous grassland species

Einige invasive Pflanzenarten sondern u.a. über ihre Streu chemische Substanzen ab, welche die  Samenkeimung bei Konkurrenten behindern. Diesen Prozess bezeichnet man als Allelopathie. Unterbinden invasive Gehölzarten in Transsilvanischen Grasländern die Keimung der Samen von grasartigen und krautigen Konkurrenten stärker als Native? Und welchen Effekt hat Feuer dabei? Im ersten Schritt der Arbeit werden Lösungen aus verbrannter und unverbrannter Streu verschiedener heimischer und invasiver Gehölzarten hergestellt. Im zweiten Teil soll dann durch Keimungsexperimente in Klimaschränken getestet werden, ob die hergestellten Lösungen die Samenkeimung von ausgewählten Gräsern und Kräutern behindern oder unterbinden.
Zeitraum: ab September 2016, Tätigkeiten: Durchführung und Überwachung der Keimungsexperimente, Zählen von Keimlingen, statistische Auswertung der Daten, Umfang: Bachelor- oder Masterarbeit









 

 

 

Perdixarthrix

Rebhuhn (Perdix perdix) in Schleswig-Holstein: Auswirkungen des Wildpflanzenanbaus auf Arthropoden und deren ökologische Funktion

Der Verlust natürlicher und naturnaher Landschaftselemente in modernen Agrarlandschaften führte nicht nur zum Rückgang vieler Bodenbrüter, sondern auch von Arthropoden und den damit verbundenen Ökosystemdienstleistungen. Zudem befürchten Landwirte durch die Anlegung von neuen Wildpflanzenflächen Ertragsverluste und erhöhte Fraßschäden durch Schädlinge. Zu diesem Hintergrund werden in diesem Projekt relevante Arthropodengruppen auf Wildpflanzenflächen in Schleswig-Holstein erfasst und ausgewertet um folgende Ziele zu erreichen:

  • Einfluss der Aussaat von Wildpflanzenflächen auf die Arthropodendiversität als Nahrungsressource für Bodenbrüter
  • Naturschutzfachliche Bewertung des Einflusses von Wildpflanzenflächen auf gefährdete Arthropoden
  • Ökologisch optimierte Standortwahl der Wildpflanzenflächen zur Förderung von Ökosystemdienstleistungen

 

Generell können in diesem Projekt ganzjährig Abschlussarbeiten vergeben werden. Die nachfolgenden Themen sind als Vorschläge zu verstehen und können individuell angepasst werden.

 

Thema 1: Einfluss von transienten (Ackerlebensräume) und permanenten (natürliche) Landschaftsstrukturen auf die Arthropodendiversität auf Blühflächen

In Schleswig-Holstein wurden 12 Blühflächen anhand eines Gradienten hinsichtlich des prozentualen Anteils von Ackerlebensräumen und natürlichen Strukturen ausgewählt. Ziel dieser Studie ist es herauszufinden in welchen dieser Landschaften die Blühflächen den positivsten Einfluss auf die Diversität ausgewählter Arthropodengruppen haben. Dazu sollen von Mai bis August Bodenfallen und Gelbschalen aufgestellt und Saugerproben genommen werden.

Tätigkeiten: Freilandarbeit (Aufbau und Leerung von Fallen), Laborarbeit (Präparation und Bestimmung von Arthropoden), Statistik, GIS, Landschaftskartierung

Folgende Arthropodengruppen eignen sich für die Bearbeitung: Käfer (Coleoptera), Spinnen (Araneae), Stechimmen (Aculeata; Hummeln, Bienen, Wespen, Ameisen, usw.), Wanzen (Heteroptera), Blattläuse (Aphidoidea)

Zeitraum: Mai bis August 2017

Umfang: Bachelorarbeit

Vorkenntnisse zu Arthropodengruppen oder den oben genannten Tätigkeiten wären von Vorteil, sind aber keine Voraussetzung. Bei engagierter Mitarbeit im Projekt und in der AG wird eine Beteiligung bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Publikation in Aussicht gestellt.

Kontakt: Hannes Hoffmann (h.hoffmann@ecology.uni-kiel.de)

 

Thema 2: Einfluss von transienten (Ackerlebensräume) und permanenten (natürliche) Landschaftsstrukturen auf die Nahrungsverfügbarkeit für das Rebhuhn während der Jungenaufzucht

Die Rebhuhn-Populationen in S-H bewegen sich mit etwa 8.000 Brutpaaren auf einem niedrigen Niveau. Der Verlust essentieller Landschaftselemente (Hecken, Feldraine, Gräben) und der Mangel an abwechslungsreicher und arthropodendominierter Nahrung zur Aufzucht der Küken bedingen eine hohe Sterblichkeit der Jungvögel. Zu diesem Hintergrund sollen 12 angelegte Blühflächen anhand eines Gradienten hinsichtlich des prozentualen Anteils von Ackerlebensräumen und natürlichen Strukturen untersucht werden. Ziel dieser Studie ist es herauszufinden in welchen dieser Landschaften die Blühflächen den größten Ertrag an potentieller Nahrungsressource für das Rebhuhn bereitstellen. Dazu sollen von Mai bis Juli Bodenfallen aufgestellt und Saugerproben genommen werden und die Biomasse relevanter Arthropodengruppen bestimmt werden.

Tätigkeiten: Freilandarbeit (Aufbau und Leerung von Fallen), Laborarbeit (Präparation und Bestimmung (NICHT auf Artniveau) von Arthropoden, Bestimmung von Biomasse), Statistik, GIS, Landschaftskartierung

Folgende Arthropodengruppen eignen sich für die Bearbeitung: Käfer (Coleoptera), Spinnen (Araneae), Stechimmen (Aculeata; Hummeln, Bienen, Wespen, Ameisen, usw.), Wanzen (Heteroptera), Blattläuse (Aphidoidea)

Zeitraum: Mai bis August 2017

Umfang: Bachelor-/Masterarbeit

Vorkenntnisse zu Arthropodengruppen wären von Vorteil, sind aber keine Voraussetzung. Bei engagierter Mitarbeit im Projekt und in der AG wird eine Beteiligung bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Publikation in Aussicht gestellt.

Kontakt: Hannes Hoffmann (h.hoffmann@ecology.uni-kiel.de)

 

Thema 3: Einfluss von transienten (Ackerlebensräume) und permanenten (natürliche) Landschaftsstrukturen zur Förderung von Ökosystemdienstleistungen

In Schleswig-Holstein wurden 12 Blühflächen anhand eines Gradienten hinsichtlich des prozentualen Anteils von Ackerlebensräumen und natürlichen Strukturen ausgewählt. Ziel dieser Studie ist herauszufinden in welchen dieser Landschaften ausgewählte Ökosystemdienstleistungen gefördert werden können. Dazu können von Mai bis August folgende Experimente durchgeführt werden:

Thema 3.1: Schädlinge und Nützlinge

Landwirte befürchten durch die Anlage von Wildpflanzenflächen oft Vertragsverluste und Fraßschäden durch Schädlinge. Zu diesem Hintergrund sollen hier mit Hilfe von Gelbschalen Schädlinge (Blattläuse) und Nützlinge (Schwebfliegen, Florfliegen, Marienkäfer, parasitoide Wespen) auf Blühflächen aufgenommen werden und deren Verhältnisse mit den unterschiedlichen Landschaften verglichen werden. Ziel ist es herauszufinden in welchen Landschaften angelegte Blühflächen den positivsten Einfluss auf das Schädling-Nützling-Verhältnis haben.

Tätigkeiten: Freilandarbeit (Aufbau und Leerung von Fallen), Laborarbeit (Präparation und Bestimmung der ausgewählten Arthropoden), Statistik

Zeitraum: Mai bis August 2017

Umfang: Bachelor-/Masterarbeit

Vorkenntnisse zu den Arthropodengruppen wären von Vorteil, sind aber keine Voraussetzung. Bei engagierter Mitarbeit im Projekt und in der AG wird eine Beteiligung bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Publikation in Aussicht gestellt.

Kontakt: Hannes Hoffmann (h.hoffmann@ecology.uni-kiel.de)

 

Thema 3.2: Dungkäfer

Dungkäfer fördern weltweit wichtige Ökosystemdienstleistungen wie den Nährstofftransport, Pflanzenwachstum, Samenverbreitung und Bodenbearbeitung. Zu diesem Hintergrund sollen auf den ausgewählten Flächen Dungproben ausgebracht und deren Abtransport dokumentiert werden. Ziel ist es herauszufinden in welchen Landschaften angelegte Blühflächen die Ökosystemdienstleistungen von Dungkäfern am besten fördern können.

Tätigkeiten: Freilandarbeit (Aufbau und Leerung von Bodenfallen, Ausbringung von Dung), Laborarbeit (Präparation und Bestimmung von Dungkäfern, Massebestimmung von Dung), Statistik, GIS, Landschaftskartierung

Zeitraum: Juni bis Juli 2017

Umfang: Bachelor-/Masterarbeit

Vorkenntnisse zu Käfern wären von Vorteil, sind aber keine Voraussetzung. Bei engagierter Mitarbeit im Projekt und in der AG wird eine Beteiligung bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Publikation in Aussicht gestellt.

Kontakt: Hannes Hoffmann (h.hoffmann@ecology.uni-kiel.de)

 

Thema 3.3: Samen- und Insektenprädation

Landwirte befürchten durch die Anlage von Wildpflanzenflächen oft Vertragsverluste und Fraßschäden durch Schädlinge. Andererseits sollten vor allem räuberische und granivore (samenfressende) Arthropoden, vor allem Laufkäfer, durch das erhöhte Nahrungsangebot gezielt gefördert werden, die wichtige Ökosystemdienstleistungen erfüllen. Zu diesem Hintergrund sollen auf den ausgewählten Flächen Samenkarten und tote Insekten ausgebracht und deren Prädation bestimmt werden. Ziel ist es herauszufinden in welchen Landschaften angelegte Blühflächen die Ökosystemdienstleistung der Samen- und Insektenprädation am besten fördern können.

Tätigkeiten: Freilandarbeit (Ausbringen von Samenkarten und Insekten), Laborarbeit, Statistik, GIS, Landschaftskartierung

Zeitraum: Juni bis Juli 2017

Umfang: Bachelor-/Masterarbeit

Vorkenntnisse zu den oben genannten Tätigkeiten wären von Vorteil, sind aber keine Voraussetzung. Bei engagierter Mitarbeit im Projekt und in der AG wird eine Beteiligung bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Publikation in Aussicht gestellt.

Kontakt: Hannes Hoffmann (h.hoffmann@ecology.uni-kiel.de)