Perdixarthrix

Rebhuhn (Perdix perdix) in Schleswig-Holstein: Auswirkungen des Wildpflanzenanbaus auf Arthropoden und deren ökologische Funktion

Der Verlust natürlicher und naturnaher Landschaftselemente in modernen Agrarlandschaften führte nicht nur zum Rückgang vieler Bodenbrüter, sondern auch von Arthropoden und den damit verbundenen Ökosystemdienstleistungen. Zudem befürchten Landwirte durch die Anlegung von neuen Wildpflanzenflächen Ertragsverluste und erhöhte Fraßschäden durch Schädlinge. Zu diesem Hintergrund werden in diesem Projekt relevante Arthropodengruppen auf Wildpflanzenflächen in Schleswig-Holstein erfasst und ausgewertet um folgende Ziele zu erreichen:

  • Einfluss der Aussaat von Wildpflanzenflächen auf die Arthropodendiversität als Nahrungsressource für Bodenbrüter
  • Naturschutzfachliche Bewertung des Einflusses von Wildpflanzenflächen auf gefährdete Arthropoden
  • Ökologisch optimierte Standortwahl der Wildpflanzenflächen zur Förderung von Ökosystemdienstleistungen

 

Generell können in diesem Projekt ganzjährig Abschlussarbeiten vergeben werden. Die nachfolgenden Themen sind als Vorschläge zu verstehen und können individuell angepasst werden.

Arthopoden: In 10 Landschaften mit Blühflächen wurden mit Hilfe von Bodenfallen und Gelbschalen Arthropoden aufgenommen. Die Kandidaten können sich in bestimmte Tierguppen (z. B. Spinnen, Wildbienen, Blattwespen)  einarbeiten und diese anhand eines Landschaftskontextes und ihren ökologischen Dienstleistungen auswerten. (ganzjährig)

Phytophagie: Zusätzlich zum oberen Thema wurden Arthopoden mit dem Insektensauger aufgenommen. Hier sollen ausschließlich phytophage (pflanzenfressende) Arthropoden untersucht werden die direkt auf den Blühflächen zu finden sind. (ganzjährig)

Nistfallen: In 12 Landschaften mit Blühflächen wurden Nistfallen aufgestellt. Die schlüpfenden Wildbienen und Wespen warten auf ihre Bestimmung. (Frühjahr 2018)

Dung: In diesem Projekt sollen Dungproben in 10 Landschaften ausgebracht werden. Ziel ist es herauszufinden, in welchen Landschaften diese schneller umgesetzt werden und wie sich die coprophagen Gemeinschaften unterscheiden. (Sommer 2018)

Vegetation: Zusätzlich können bei Interesse auch vegetationsökologische Projekte auf den Blühflächen vergeben werden. (Sommer 2018)

Rebhuhn: Zusätzlich können bei Interesse auch Projekte vergeben die alle Projekte verbinden und sich direkt mit dem Rebhuhn beschäftigen. (ganzjährig)

Die Tätigkeiten richten sich nach den jeweiligen Projekten, beinhalten aber überwiegend Feldarbeit, Landschaftskartierung, GIS, Präparation und Bestimmung von Insekten und Statistik.

Kontakt: Hannes Hoffmann (h.hoffmann@ecology.uni-kiel.de)