Biologische Vielfalt und Wildtierwirken

Huftiere haben entscheidenden Einfluss auf die biologische Vielfalt. Die meisten Arten frei lebender Großherbivorer sind in Deutschland jedoch ganz oder großflächig eliminiert andere stark von moderner Landschaftsnutzung beeinflusst. Ohne das Substitut der heute obsoleten Transhumanz bzw. der extensiven Haustierhaltung fehlt nunmehr eine entscheidende Wirkgröße im Naturhaushalt. Gleichzeitig ist durch eine andere, neue Wirkgröße, den enorm gestiegenen, flächendeckenden Nährstoffeintrag, die Produktivität der Systeme stark erhöht.

Daher stellt sich jetzt und für die zukünftige, noch stärker als heute von zweckmäßig uniformen Nutzungen dominierte Kulturlandschaft die Frage, wie wichtig frei lebende Huftiere in ihrer Funktion als „Bio-Ingenieure“ für die Sicherung der Artenvielfalt sind und wie diese in eine nachhaltige Landschaftsentwicklung integriert werden können. Das INR untersucht dazu Wirkungen von  Hirsch, Wildschwein und Co. auf Wirbellose, die Herpetofauna, Pflanzen sowie die Vegetationsstruktur.

 

Projektinformationen

Förderer:Stiftung natur+mensch;

Projektleitung: H. Reck

 

Abb.1 und Abb.2 Hirsche gestalten Waldmoore und Sandmagerrasen

 

Wildtierwirken3

 

 

 

 

 

 

Abb.3 Moorfrösche laichen in Viehgangerln (aus Reck et al. 2009)



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