Holsteiner Lebensraumkorridore & Bundesweite Prioritäten zur Wiedervernetzung von Ökosystemen

Die Wiedervernetzung von Ökosystemen ist eine entscheidende Zukunftsinvestition. Sie ist die notwendige Reaktion auf die übermäßige Verinselung und Zerschneidung von Lebensgemeinschaften und Lebensräumen in der zunehmend technisierten Kulturlandschaft.

Viele unersetzbare Lebensprozesse in Ökosystemen, die Biologische Vielfalt erst ermöglichen, sind von ausreichender Mobilität der die Systeme konstituierenden Arten abhängig. Auch die mittelfristig unumgängliche Schwerpunktverlagerung vom aufwändig konservierenden Naturschutz zu einem Naturschutz der solche Entwicklungen fördert, die möglichst selbstorganisiert Arten- und Landschaftsvielfalt erhalten, ist ohne großräumig zusammenhängende Lebensraumnetze unmöglich. Wiedervernetzung ist die elementare Voraussetzung um die Sicherung der Biologischen Vielfalt zukunftsfähig zu organisieren.

Im Beisein von Ministerin Rumpf überreichte Prof. und Dir. Herbert (BfN) 2010 den Zuwendungsbescheid für das E+E-Vorhaben Holsteiner Lebensraumkorridore. Es ist ein Leuchtturmprojekt der nationalen Biodiversitätsstrategie und wird von der Abteilung Landschaftsökologie des INR wissenschaftlich betreut. Das Vorhaben ermöglicht die Vertiefung unserer planungspraktischen Forschungen zur ökosystemaren Bedeutung von Mobilität und zur nachhaltigen Wirksamkeit von Vermeidungs- und Kompensationsmaßnahmen.

Die Forschungen sollen im Zusammenhang mit dem 2010 abgeschlossenen F+E-Vorhaben „Bundesweite Prioritäten zur Wiedervernetzung von Ökosystemen“ Grundlagen für das geplante Wiedervernetzungsprogramm des Bundes liefern. Die Ergebnisse des F+E-Vorhabens werden 2011 als Heft 108 der Schriftenreihe Naturschutz und Biologische Vielfalt erscheinen.

 

Projektinformationen:

Förderer: Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Ministeriums für Umwelt Naturschutz und Reaktorsicherheit;
Projektleitung: H. Reck

 




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