Problemstellung

Naturressourcen wie Böden, Oberflächenwässer, Grundwässer sowie die Atmosphäre werden durch die landwirtschaftliche Flächennutzung in einer Weise beansprucht, die nicht selten zu irreversiblen Veränderungen bzw. Degradationen führt. Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat eine fortschreitende Nutzungsintensivierung im Bereich des Pflanzenbaus zu einer weitgehenden Nivellierung kleinräumiger Standortunterschiede und damit verbunden zur Vernichtung von Lebensräumen, zur Kontamination des Grund- und Oberflächenwassers, zu erhöhten Emissionen auch klimarelevanter Gase und teilweise zur Totalzerstörung des Bodens als Produktionsgrundlage geführt (Erosion, Niedermoormineralisation).

Wichtig ist nun die Einführung und konsequente Weiterentwicklung von Ackerbautechniken, die standörtlich angepasst sind und auch kleinräumigen Standortunterschieden gerecht werden. Die Voraussetzung für eine solche, standörtlich angepaßte Bewirtschaftung ist eine gezielte Standortanalyse, die verschiedene Umweltmedien (z.B. Boden, Wasser) untersucht. Durch die Anwendung von Simulationsmodellen können die Entwicklungstendenzen von Einzelkomponenten des Landschaftswasser- und Stoffhaushaltes prognostiziert werden.

Das Projekt Hof Ritzerau bietet die Möglichkeit, die Ergebnisse einer strukturellen und funktionalen Landschaftsanalyse in Landnutzungsentscheidungen einfließen zu lassen. Ziel ist ein landwirtschaftliches Bewirtschaftungssystem im Sinne des Ökolandbaus zu entwickeln, das auf die kleinräumigen, standörtlichen Eigenschaften des Untersuchungsgebietes abgestimmt ist.




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