Lungenflechte

Überprüfung des Bestandes der in Schleswig-Holstein vom Aussterben bedrohten Arten Kurzhängendes Gegenzahnmoos (Antitrichia curtipendula) und Lungenflechte (Lobaria pulmonaria) im Pobüller Bauernholz

Kurzfassung:

Das Kurzhängende Gegenzahnmoos und die Lungenflechte waren noch im 19. Jahrhundert in allen Teilen Deutschlands weit verbreitet und häufig. Durch Herbarbelege ist zum Beispiel die Lungenflechte noch im 19. Jahrhundert als auch im Siedlungsbereich der Städte vorkommend belegt – so Hasseldieksdamm und Forstbaumschule in Kiel. Als Rückgangsursache werden zum einen veränderte Waldbaumaßnahmen, zum anderen die hohe Luftverschmutzung genannt. Heute ist sie auf Gebiete sehr geringer Luftschadstoffbelastung beschränkt und wird darüber hinaus als Zeigerart für historisch alte Wälder betrachtet. 1992 waren in Nordwestdeutschland nur noch 7 Einzelstandorte der Lungenflechte in Schleswig-Holstein bekannt. Die Untersuchungen 2004 konnten nur noch ein stark geschädigtes Restvorkommen an einer alten Eiche feststellen, für das Schutzmaßnahmen eingeleitet werden sollen. Das Kurzhängende Gegenzahnmoos, das im Pobüller Bauernholz seinen letzten bekannten Fundort in Schleswig-Holstein hatte, muss inzwischen als verschollen eingestuft werden.

 

Projektinformationen

Laufzeit: 01.10.2004 bis 31.12.2004

Projektkoordination: Dr. Christian Dolnik

Wissenschaftl. Bearbeiter: Dipl.-Biol. Jörg Rassmus, Honigsee

Kooperationspartner: Lichenologischer Arbeitskreis Schleswig-Holstein in der; Arbeitsgemeinschaft Geobotanik in Schleswig-Holstein und Hamburg e. V.

Auftraggeber: Landesamt für Natur und Umwelt Schleswig-Holstein

 




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