Geologie, Geomorphologie und Böden

Das Gut Ritzerau liegt im Stormarner Endmoränengebiet des ostholsteinischen Hügellandes. Dieser Bereich wird den älteren Weichselvorstößen des Frankfurter und des Brandenburger Stadiums zugeordnet und ist demzufolge durch ein schwächeres Relief im Vergleich zu den jüngeren Moränen Schleswig-Holsteins geprägt. Die glaziären Ablagerungen (Geschiebemergel/-sande) sind durch periglaziale Prozesse (Solifluktion, Kryoturbation) teilweise überformt worden.

Im östlichen Randbereich wird das Gut Ritzerau durch die Duvenseebachniederung abgegrenzt. Sie ist als subglaziale Ausformung (Tunneltal) zu interpretieren. Die im Talverlauf angrenzenden Mulde des Hofsees im südlöstlichen Randbereich ist als Toteishohlform zu deuten. Von Südwesten grenzt die Niederung des Mühlenbaches die Gutsfläche ab. Die Ackerflächen reichen über den in Nord-Süd- bzw. in Süd-Richtung verlaufenden Hang bis in diese Niederungen, die durch holozäne Torfakkumulationen gekennzeichnet sind. Der flächenanteilig dominierenden schwach reliefierten Ebene der Gutsflächen schließt sich im Süden leicht kuppiges Relief an. Auf dem Gelände finden sich überwiegend Geschiebemergel/-sande, während in Mulden Mudden bzw. in der Regel geringmächtige Torfe von Kolluvien überdeckt wurden.

Charakteristische Bodentypen sind Braunerden, Parabraunerden, Pseudogleye, Gleye, Kolluvisole und Niedermoore.




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